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Boost Controller — Elektronische Ladedruckregelung

Ein Boost Controller ist ein elektronisches Bauteil, das den Ladedruck eines Turboladers aktiv regelt. Einfache mechanische Wastegate-Ventile begrenzen den Druck rein mechanisch. Ein elektronischer Boost Controller hingegen ermöglicht eine präzise, kennfeldbasierte Steuerung des Ladedrucks in Echtzeit — je nach Drehzahl und Lastzustand. Bei modernen Fahrzeugen übernimmt das Motorsteuergerät diese Funktion vollständig über eigene Kennfelder, ohne separate Hardware. Im Rahmen einer Kennfeldoptimierung werden genau diese Reglerparameter angepasst.

Common-Rail — Hochdruck-Einspritzsystem bei Dieseln

Common-Rail bezeichnet das heute dominierende Hochdruck-Einspritzsystem für Dieselmotoren. Alle Einspritzdüsen werden aus einer gemeinsamen Druckleitung (dem "Rail") versorgt, die von einer Hochdruckpumpe unter konstantem Druck zwischen 1.600 und über 2.500 bar gehalten wird. Das System erlaubt mehrfache, präzise steuerbare Einspritzungen pro Arbeitstakt. Für die Kennfeldoptimierung ist Common-Rail ideal: Einspritzdruck, Einspritzmenge und Zeitpunkt lassen sich im Steuergerät sehr fein anpassen, was spürbare Leistungs- und Drehmomentzuwächse ermöglicht. Fahrzeuge von Volkswagen, BMW und Mercedes nutzen dieses System.

Drehmomentbegrenzung — Warum Hersteller drosseln

Hersteller begrenzen das Drehmoment ihrer Motoren absichtlich im Seriensteuergerät, um Getriebe, Antriebswellen und Kupplungen zu schonen sowie eine differenzierte Modellpalette mit mehreren Leistungsstufen anbieten zu können. Technisch wäre oft erheblich mehr Drehmoment möglich, ohne die Bauteilhaltbarkeit zu gefährden — der Hersteller baut schlicht Sicherheitspuffer ein. Eine professionelle Kennfeldoptimierung kann diese softwareseitigen Begrenzungen innerhalb der tatsächlichen technischen Reserven anheben und so das volle Drehmomentvermögen des Motors freisetzen.

DSG / Doppelkupplungsgetriebe — Getriebe-Optimierung

DSG (Direktschaltgetriebe) ist der VW-Gruppenmarkenname für das Doppelkupplungsgetriebe (DCT). Zwei Teilgetriebe mit je einer Kupplung arbeiten parallel: während ein Gang aktiv ist, wird der nächste bereits vorgewählt. Schaltvorgänge dauern unter 0,2 Sekunden ohne Zugkraftunterbrechung. Das Getriebesteuergerät (TCU) enthält eigene Schalt- und Drehmomentkennfelder, die auf die Serienleistung ausgelegt sind. Nach einem Motor-Chiptuning sollte das Getriebe ebenfalls angepasst werden, damit Schaltzeitpunkte und Drehmomenttoleranzen zur neuen Motorleistung passen. Speer Chiptuning bietet DSG-Optimierung für 99 Euro an.

Ähnliche Systeme unter anderen Markennamen: BMW DCT, Mercedes DKG, Porsche PDK.

ECU (Motorsteuergerät) — Das "Gehirn" des Motors

Die ECU (Engine Control Unit), auf Deutsch Motorsteuergerät, ist der zentrale Rechner eines modernen Verbrennungsmotors. Sie verarbeitet Signale von Dutzenden Sensoren und steuert darauf basierend Einspritzung, Zündung, Ladedruck und zahlreiche weitere Parameter in Echtzeit. In der ECU sind die Kennfelder hinterlegt, die bei einer Chiptuning-Optimierung angepasst werden. Dabei werden ausschließlich die Parameterfelder verändert — keine Firmware, keine Sicherheitssysteme. Führende ECU-Hersteller sind Bosch, Continental und Vitesco. Fahrzeuge ab Baujahr 06/2020 haben oft gesicherte ECUs, die für eine Optimierung ausgebaut werden müssen (Bearbeitungszeit ca. 3 Tage).

Einspritzkennfeld — Kraftstoffmenge pro Takt

Das Einspritzkennfeld ist eine mehrdimensionale Tabelle im Motorsteuergerät, die in Abhängigkeit von Drehzahl und Motorlast festlegt, wie viel Kraftstoff pro Arbeitstakt in den Brennraum eingespritzt wird. Im Serienstand ist dieses Kennfeld konservativ kalibriert, um Toleranzen, unterschiedliche Kraftstoffqualitäten und globale Marktanforderungen abzudecken. Bei der Kennfeldoptimierung wird das Einspritzkennfeld so angepasst, dass ein optimales Luft-Kraftstoff-Gemisch entsteht — das verbessert Leistung, Drehmoment und in vielen Fällen auch den Verbrauch gleichzeitig.

Kennfeldoptimierung — Anpassung der Motorsteuergeräte-Datensätze

Kennfeldoptimierung ist der Fachbegriff für das, was umgangssprachlich als Chiptuning bezeichnet wird. Im Steuergerät eines modernen Motors sind hunderte Parameter als mehrdimensionale Kennfelder hinterlegt: Einspritzmenge, Ladedruck, Zündzeitpunkt, Drehmomentbegrenzung und viele weitere. Hersteller kalibrieren diese Werte konservativ — für globale Märkte, schlechte Kraftstoffqualitäten und breite Serviceintervalle. Bei der professionellen Kennfeldoptimierung analysiert der Techniker das individuelle Fahrzeug und passt die Kennfelder innerhalb der mechanischen Belastungsgrenzen an. Das Ergebnis: mehr Leistung, mehr Drehmoment, bessere Gasannahme — ohne mechanische Eingriffe am Motor.

Speer Chiptuning führt Kennfeldoptimierungen seit über 25 Jahren durch und hat über 20.000 Fahrzeuge optimiert. Preis: 429 Euro pauschal. Mehr zum Ablauf.

Ladedruckkennfeld — Steuerung des Turbolader-Drucks

Das Ladedruckkennfeld ist eine im Motorsteuergerät hinterlegte Wertetabelle, die vorgibt, wie hoch der Turbolader-Druck in Abhängigkeit von Drehzahl und Motorlast sein soll. Im Serienstand wird dieser Druck aus Haltbarkeits- und Kompatibilitätsgründen oft konservativ begrenzt — der Turbolader kann in der Regel mehr Druck aufbauen, als die Werkssoftware erlaubt. Die gezielte Anpassung des Ladedruckkennfelds ist einer der wirksamsten Hebel bei der Kennfeldoptimierung. Ein optimiertes Ladedruckkennfeld sorgt für früheren Druckaufbau bei niedrigen Drehzahlen und ein breiteres, kraftvolles Drehmomentplateau im Alltagsbereich.

Ladeluftkühler — Kühlung der komprimierten Luft

Wenn ein Turbolader Luft verdichtet, erwärmt sich diese stark — heiße Luft ist weniger dicht und enthält pro Volumen weniger Sauerstoff. Der Ladeluftkühler (Intercooler) kühlt die komprimierte Ansaugluft vor dem Eintritt in den Motor ab. Das erhöht die Luftdichte, verbessert die Zylinderfüllung und verhindert klopfende Verbrennung. Serienmäßige Ladeluftkühler sind für die Werksladedrücke dimensioniert. Wer auf Stage-2-Niveau mehr Ladedruck fährt, kommt möglicherweise an einen größeren oder effizienteren Ladeluftkühler nicht vorbei, damit die Ladelufttemperatur auch unter Dauerlast kontrolliert bleibt.

Leistungsmessung — Wie PS und Nm gemessen werden

Motorleistung wird in PS (Pferdestärken) oder kW angegeben, Drehmoment in Nm (Newtonmeter). Die Messung erfolgt auf einem Rollenprüfstand, der entweder die Leistung an den Antriebsrädern (Radleistung, "wheel power") oder rechnerisch an der Kurbelwelle ("crank power") erfasst. Radleistungswerte liegen wegen Getriebe- und Differenzialverlusten typischerweise 10–15 % unter der Herstellerangabe. Für eine Vorher-Nachher-Vergleichsmessung sind Radleistungswerte dennoch aussagekräftig. Speer Chiptuning nutzt für Leistungsmessungen den Prüfstand des Partners Service for Racing. Preis: 129 Euro.

OBD-Chiptuning — Optimierung über die Diagnoseschnittstelle

OBD (On-Board Diagnostics) ist eine standardisierte Fahrzeugdiagnoseschnittstelle, die seit 1996 in allen Pkw verbaut ist. OBD-Chiptuning nutzt diese Schnittstelle, um die Originaldaten aus dem Steuergerät auszulesen, die optimierten Kennfelder einzuspielen und das Ergebnis zu verifizieren — alles ohne mechanischen Ausbau des Steuergeräts. Der Eingriff dauert 2 bis 4 Stunden. Bei neueren Fahrzeugen ab Baujahr 06/2020 mit gesichertem Steuergerät ist ein Ausbau nötig (ca. 3 Tage). OBD-Chiptuning ist die am weitesten verbreitete und sicherste Methode der Kennfeldoptimierung.

Mehr Details: OBD-Chiptuning erklärt.

Rückrüstung — Wiederherstellung des Serienzustands

Vor jeder Kennfeldoptimierung sichert Speer Chiptuning die originalen Steuergerätedaten des Fahrzeugs. Auf Wunsch kann das Fahrzeug jederzeit auf den genauen Serienzustand zurückgeführt werden. Nach einer Rückrüstung ist die vorgenommene Optimierung nicht mehr nachweisbar. Die Rückrüstung ist jederzeit möglich und steht allen Kunden offen.

Stage 1 / Stage 2 / Stage 3 — Leistungsstufen erklärt

Die Stage-Einteilung beschreibt den Umfang der Modifikationen, die für ein bestimmtes Leistungsziel erforderlich sind. Je höher die Stage, desto mehr Hardware-Änderungen sind Voraussetzung:

  • Stage 1: Reine Softwareoptimierung ohne Hardware-Änderungen. Optimal für Serienfahrzeuge. Sicherste und wirtschaftlichste Wahl. Macht rund 95 % aller Optimierungen aus.
  • Stage 2: Software + Hardware-Upgrades wie Sportluftfilter, größerer Ladeluftkühler oder Sportauspuff. Für Fahrer, die das volle Turbo-Potenzial ausschöpfen wollen.
  • Stage 3: Umfangreicher Motorumbau: Turbo-Upgrade, größere Injektoren, verstärkte Kraftstoffpumpe. Nur für Fahrzeuge mit vollständigem Technik-Paket sinnvoll. Stets individuelles Projekt.

Für die überwiegende Mehrheit der Kunden ist Stage 1 die ideale Wahl: maximaler Alltagsnutzen, keine Hardware-Kosten, vollständig reversibel.

Zündkennfeld — Zündzeitpunkt bei Benzinern

Das Zündkennfeld bestimmt, wann genau die Zündkerze das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder entzündet. Der optimale Zündzeitpunkt hängt von Drehzahl, Last, Motortemperatur und Kraftstoffqualität ab. Zu frühe Zündung führt zu klopfender Verbrennung (schädlich), zu späte Zündung zu Leistungsverlust. Im Serienstand sind Zündkennfelder konservativ auf mindere Kraftstoffqualitäten ausgelegt. Eine Anpassung auf europäischen Premium-Kraftstoff (98 ROZ) erlaubt frühzeitigere Zündwinkel und damit spürbar mehr Leistung und Effizienz bei Benzinmotoren. Für BMW-, Audi- und Porsche-Benziner ist dies ein besonders wirksamer Optimierungsschritt.

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